Schweizer Biowinzer des Jahres 2018

Bioweingut Roland und Karin Lenz
Am Iselisberg im Thurgau befindet sich der grösste Deutschschweizer Bio-Weinbaubetrieb.

Ehrung durch die Weinfachzeitschrift „Vinum“

Für die Weinhandlung am Küferweg hat das Weingut Lenz drei exklusive Weine kreiert.
In allen spielen pilzwiderstandsfähige Sorten eine wichtige Rolle.  Bereits vierzig Prozent der gesamten Anbaufläche sind mit sogenannten Piwis bestockt, bei deren Kultivierung sogar auf Kupfer und Schwefel verzichtet werden kann. Im Ostschweizer Klima ist ihr Anbau für Roland und Karin Lenz zukunftsweisend.

Der Rote Lenz ist von Cabernet Jura geprägt, eine Sorte, die einen zauberhaften Rosenduft verströmt. Zur Erhöhung der Vielschichtigkeit wurden in den passenden Mengen Pinot noir und Léon Millot beigemischt, beide Sorten reiften in gebrauchten Barriques, was zusätzliche Würzigkeit und eine Prise Vanille ins Spiel bringt. Die Cuvée charakterisiert Fruchtigkeit, Zwetschgengeschmack allem voran, frische und gut eingebundenes Tannin — ein saftiger Spasswein.

Das Cuvetieren erweist sich als gutes Rezept bei der Arbeit mit pilzwiderstandsfähigen Sorten. Damit ist gemeint, dass die verschiedenen Trauben einzeln gekeltert und die Weine miteinander gemischt werden. Man kann sich einen Koch vorstellen, der aus unterschiedlichen Zutaten ein Gericht zubereitet. Für seinen Rosé bedient sich Kellermeister Roland Lenz beim Pinot noir und Cabernet Jura. Blauburgunder sorgt für Feinheit, Schliff und Schmelz, Cabernet Jura für Struktur, Würzigkeit und Duft. Cabernet Jura ist eine der erfolgreichsten Neuzüchtung von Valentin Blattner aus dem jurassischen Soyhières. Die Cuvée Rosa Lenz überzeugt durch ihren reichhaltigen Geschmack.

Vier Sorten bilden das überzeugende Quartett der jüngsten Abfüllung Weisser Lenz: die drei weissen pilzwiderstandsfähigen Sorten Solaris, Johanniter und Souvignier Gris und der rote Pinot noir. Die Weissen Rebsorten teilen sich 60 Prozent der Cuvée. Die Trauben stammen aus Lagen am Iselisberg und Osterfingen. Nach einer rund zweiwöchigen Vergärung werden die Grundweine während vier Monaten im Stahltank ausgebaut und vor der Abfüllung assembliert. Dank dem Verzicht auf den biologischen Säureabbau verfügt der Wein über eine frisch wirkende Säure, die gut mit einer Prise Restzucker harmoniert. Das Süsse-Säure-Spiel ist Teil des attraktiven, fruchtbetonten Weincharakters.